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BAD HERSFELD - STADT DER GESCHICHTEN präsentiert sich mit EIN ANDERER SOMMER. Fünf Wochenenden Kultur und Unterhaltung mit vielen prominenten Künstlern!

(PM) Voller Schwung in den Sommer! BAD HERSFELD – STADT DER GESCHICHTEN heißt das Festival mit rund 100 Terminen, das unter dem Motto EIN ANDERER SOMMER an fünf Wochenenden im Juli und August stattfinden wird. An dem vielfältigen Programm mit Konzerten, Schauspiel, Kabarett, Lesungen, Malaktionen, Gastspielen, Talkrunden, Ausstellungen, Nachtschichten und Liederabenden beteiligen sich die Stadt Bad Hersfeld, Vereine, Institutionen, Bürger und die Bad Hersfelder Festspiele, die einen Großteil der Veranstaltungen organisiert haben.  

Das Programm, das Bürgermeister Thomas Fehling und Joern Hinkel mit Reinhard Faulstich als Vertreter der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg und Förderer und dem Schauspieler Ralf Bauer vorstellten, belegt: Bad Hersfeld wird im Sommer 2020 zur STADT DER GESCHICHTEN und bietet auch in schwierigen Zeiten viel Kultur! Das Publikum darf sich auf prominente Künstler freuen. Schauspieler*innen und Sänger*innen, wie zum Beispiel Ralf Bauer, Elisabeth Lanz, André Hennicke, Richy Müller, Brigitte Grothum, Daniela Ziegler, Thorsten Nindel, Helmut Baumann, Ilja Richter, Ann-Cathrin Sudhoff, Bettina Mönch, Thomas Borchert, Bettina Hauenschild, Andrés Mendez, Maximilian Wigger, Gunther Emmerlich, Kristin Hölck, Günter Alt, Ute Reiber, Peter Englert, der Raumfahrer Thomas Reiter, Mitglieder des Theaters ANU, der Sommernachtsträumer e.V., Musiker zahlreicher Bands, des Arbeitskreises für Musik, Christoph Wohlleben, Günter „Baby“ Sommer oder Jan Luley und bildende Künstler, wie zum Beispiel die Mitglieder des Kunstvereins der Stadt spielen, erzählen, malen und musizieren an ganz besonderen Orten: in der Stiftsruine, im Stiftspark, in der Stadtkirche, im buchcafé, in der Probenhalle am Park, in der Jugendherberge, in einem Parkhaus, im Kino, im Hotel, im Johann-Sebastian-Bach-Haus, in den Museen und auch auf Dächern und Bäumen! 

Eröffnet wird EIN ANDERER SOMMER am Freitag, den 17. Juli, mit GESCHICHTEN VOM ANFANG. Joern Hinkel begrüßt gleich am ersten Tag prominente Gäste in der Stiftsruine. Eine Reise mit Musik zu den ältesten Texten der Menschheit über den Ursprung der Welt. Mit Cordula Trantow, Horst Janson u.a..

EIN ANDERER SOMMER endet am 16. August. Um 20:00 Uhr wird es eine Abschlussveranstaltung in der Stiftsruine geben. Sie ist mit IRGENDWO AUF DER WELT überschrieben und stellt Fragen nach der Zukunft. Elisabeth Lanz, Brigitte Grothum und die jugendlichen Darsteller*innen der Sommernachtsträumer e.V. lesen und spielen Reportagen, Gedichte, Geschichten und Selbstgeschriebenes darüber, wie Journalisten, Dichter und Wissenschaftler sich die Welt von morgen vorstellen und wonach sie, die Kinder, sich ganz persönlich sehnen. 

THEATER ANU

Gleich am Freitag, Samstag und Sonntag des ersten Wochenendes des Festivals können die Besucher DIE STADT DER ERZÄHLER besuchen, die das Theater Anu im Stiftspark aufbauen wird.

In einem Labyrinth aus Baldachinen trifft man auf die geheimnisvollen Bewohner der Stadt, die ihre Geschichten erzählen, spielen oder präsentieren. So berichtet zum Beispiel die Dienerin Amira von ihrer Meisterin Sheherazade, nach der der Abend auch benannt ist. Schauspiel, Tanz, Erzählkunst, Illumination, Soundcollage und viele (Irr-)wege eröffnen die Theaterwelt um SHEHERAZADE am Freitag und Samstag jeweils ab 21 Uhr.

Das Labyrinth ist am Samstag und Sonntag bereits ab 10 Uhr geöffnet. Dann allerdings hat YUNUS, DER ERZÄHLER das Wort. An verschiedenen Stationen hört man seine Geschichten, erlebt interaktive Spielaktionen und großflächig bemalte Leinwände und liebevoll gestaltete Installationen lassen sie im Irrgarten lebendig werden.  

Am 24. Juli um 22 Uhr feiert dann JULES VERNES SCHÖNE NEUE WELTEN - ZU DEN STERNEN! mit dem Raumfahrer Thomas Reiter und den Schauspielern André Hennicke, Ute Reiber, Günter Alt, Peter Englert u.a. Premiere. Regie und Konzept stammen von Stefan Behr (Theater ANU) und Joern Hinkel. Was zieht uns so magisch an beim Blick in den nächtlichen Sternenhimmel? Die Sehnsucht nach anderen Welten? Die Vorstellung, es möge jemand über uns wohnen? Oder die Suche nach neuen Lebensräumen? Jules Vernes außergewöhnliche Reisen in eine Welt von übermorgen sind ein Mix aus wilder Phantasie, den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Größenwahn und Weltflucht. Eine verrückte Jules-Verne-Nacht mit dem Ensemble der Bad Hersfelder Festspiele, Theater ANU, Live-Hörspielen, Großprojektionen in der Stiftsruine und Livemusik. Geschichten aus der Edda – das ist das nächste Thema des Theaters ANU im Stiftspark. Am Freitag, den 31. Juli (22 Uhr), am Samstag, den 1. August (15 und 22 Uhr), und am Sonntag, den 2. August (15 Uhr), steht UGGDRASIL auf dem Programm. Die Figuren der nordischen Sagenwelt sind die Spielmacher in einer Geschichte von der Entstehung der Welt bis zu ihrem Untergang. Theater ANU schafft für Bad Hersfeld eine Inszenierung mit Erzählern und Live-Musik, die auf den Bäumen im Stiftspark gespielt wird.

Ein Ort zum Verweilen wird der HAIN DER GESCHICHTE des Theaters ANU, der vom 3. bis 16. August jeweils ab 10 Uhr geöffnet ist. Soundinstallationen erzählen Geschichten aus aller Welt und während der Öffnungszeiten entstehen große Figuren aus Holz, die den Park immer mehr bevölkern. Geflügelte Wesen werden am 8. August ab 11 Uhr auf Dächern und Balkonen entlang der Fußgängerzone von Bad Hersfeld auftauchen. ENGELLAND heißt diese Performance des Theaters ANU mit Gedichten, Geschichten und kuriosen Engelwundern. Mal segelt ein Brief zu den Menschen hinunter, mal wird ein Körbchen mit Engelweisheiten herunter gelassen und am Boden sieht man in Schaufenstern kuriose Engelfunde.

DIE GESCHICHTENAPOTHEKE ist eine weitere Aktion des Theaters ANU in der Innenstadt: Eine Geschichte als Rezept gegen Kopfschmerzen? Oder gar gegen Hühneraugen? Glauben Sie nicht? Wäre es nicht schön, es gäbe Geschichten auf Rezept für die kleinen und großen Leiden in der Welt? Die GESCHICHTENAPOTHEKE wird man in einem Ladengeschäft in der Innenstadt finden. Ort und Öffnungszeiten werden noch bekanntgegeben.

SCHAUSPIEL und MUSICAL

Am Samstag, den 18. Juli um 20 Uhr, feiert eine Neuproduktion der Bad Hersfelder Festspiele Premiere. Die Dramaturgin der Festspiele, Bettina Wilts inszeniert MARRAKESCH, MADRID oder DAS BÖSE HERZ von Christoph Braendle mit den Schauspielern Carsten Hentrich und Dirk Hoener. Das Verhör zwischen einem Europäer und einem Marokkaner ist ein Wettstreit um die Wahrheit und ein aufregender Krimi. Der Europäer steht unter Verdacht, der Afrikaner ist ein kultivierter Kommissar. Zwei unterschiedliche Charaktere, zwei Kulturen, zwei Religionen und zwei Welten prallen aufeinander und begegnen sich vor allem mit Arroganz, Klischees, Vorurteilen und Abneigung. Der Christ hat seine Frau verloren, deren Tod will der Moslem vergelten. (Auch am 25. Juli).

GALILEIS NACHTGEDANKEN werden am Samstag, den 18. Juli um 18:30 Uhr, und am Sonntag, den 19. Juli um 11 Uhr, in der Probenbühne am Park (Wittastraße, Ecke Lutherstraße) gezeigt. Holk Freytag bringt seine Textfassung nach Bertolt Brecht mit Gunther Emmerlich, Kristin Hölck und Günter „Baby“ Sommer auf die Bühne. Angesichts der durch die Corona-Pandemie hervorgerufene Kritik an der Wissenschaft setzt er zentrale Passagen und Szenenausschnitte in ein fiktives szenisches Umfeld. Musicalstar Bettina Mönch, zuletzt haben wir sie in HAIR in der Stiftsruine gesehen, wird mit Armin Kahl ein Kammermusical mit Musik und Texte von Jason Robert Brown in der Stiftsruine spielen. DIE LETZTEN FÜNF JAHRE ist die Geschichte einer Liebe. Cathy und Jamie erinnern sich, wie sie sich verliebt, geheiratet und wieder verloren haben. – Er erzählt seine Erlebnisse vom ersten Kennenlernen an, während sie ihre gemeinsamen fünf Jahre rückwärts Revue passieren lässt. Eines der bezauberndsten und originellsten Kammermusicals der letzten Jahre! Inszenierung: Gil Mehmert, Musikalische Leitung und am Klavier: Christoph Wohlleben. Premiere: 01. August 2020 um 20:30 Uhr. 

NIPPLEJESUS von Nick Hornby mit Andrés Mendez in der Regie von Bettina Wilts war im letzten Jahr ein großartiger Erfolg. Am Donnerstag, den 6. August um 20.00 Uhr, kann man es noch einmal in der Krypta der Stiftsruine sehen. Dave ist Wärter in einem Museum. Er bewacht ein sehr kontroverses Kunstwerk mit dem Titel „NippleJesus“. Die ganze Stadt, und auch Dave, sind geschockt. Ist es nun Blasphemie oder Kunst? Dave lernt die Künstlerin kennen und beginnt, über Kunst nachzudenken. Und er, der mit Kunst bislang so gar nichts am Hut hatte, verteidigt „sein“ Kunstwerk gegen empörte Besucher, Spinner und Saboteure.

ALLES HALB SO SCHLIMM – Alt sein für Anfänger ist der Abend überschrieben, den Daniela Ziegler und Helmut Baumann am 7. August ab 20 Uhr in der Stiftsruine gestalten werden. - Ein Mann und eine Frau sehen sich nach Jahrzehnten wieder, erkennbar gealtert. Mit Witz, Lebenserfahrung und sehr viel Klasse bringt das Schauspieler-Duo das Thema des Seniorendaseins ins Rampenlicht – amüsant, heiter, ironisch und zugleich sehr berührend. Trotz Sentimentalitäten und der Einsamkeit ist die Erkenntnis des Programms unverkennbar optimistisch – Alles halb so schlimm!

Helmut Baumann, ehemaliger Intendant des Theaters des Westens in Berlin, Schauspieler, Tänzer und Sänger, trat in Bad Hersfeld in den Musicals SUNSET BOULEVARD und CABARET auf. Daniela Ziegler spielte 1978 zum ersten Mal in der Stiftsruine in Wilders WIR SIND NOCH EINMAL DAVONGEKOMMEN und danach zum Beispiel auch 1995 in KÖNIG LEAR.

Am Freitag, den 07. August um 19 Uhr und um 21 Uhr, ist das KIECK-Theater Weimar mit MÄNNER, FRAUEN UND ANDERE KATASTROPHEN im buchcafé zu Gast. Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Dass sie es trotzdem immer wieder versuchen, gibt dem Leben die Würze und dem neuen Programm des KIECK-Theaters den Inhalt. Es erwartet Sie ein humorvoller Abend, in denen die beiden Akteure - Cornelia Thiele und Thomas Kieck - ihre Geschichten mit Schauspiel, Pantomime und Musik verbinden. 

Am 7. und 8. August findet eine ganz besondere Expedition, eine Theaterexpedition im Stiftspark statt. Intendant Joern Hinkel führt Regie und ins NIEMANDSLAND. Ein geheimnisvoller Gegenstand ist durch das Dach einer Kirche vom Himmel gefallen. Das Gebäude ist inzwischen eingefallen - das ist viele Monate her. Keiner, der sich in die Nähe des Gegenstandes gewagt hat, ist je wieder von seiner Expedition in den zerstörten Kirchenraum zurückgekommen. Ist der Gegenstand verseucht? Ist er das Zeichen eines überirdischen Wesens? Es gibt Leute, die sagen, wenn man mit ihm in Kontakt kommt, werden die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen … Vom Militär wurde das ganze Gebiet großräumig abgesperrt. Die Zuschauer werden (nur mit Taschenlampen ausgestattet) von einem ehemaligen Soldaten, der illegal Führungen verkauft, in die verbotene Zone geführt.  

Am Samstag, den 08. August und am Sonntag, 09. August 2020, jeweils um 16.00 Uhr, treten Ralf Bauer und Ann-Cathrin Sudhoff mit GUT GEGEN NORDWIND von Daniel Glattauer in der Stiftsruine auf. Eine fehlgeleitete Mail sorgt für Chaos im Leben von Kommunikations-wissenschaftler Leo und der verheirateten Homepageexpertin Emmi. Aus Höflichkeit antwortet Leo auf die irrtümlich versendeten Mails von Emmi. Aus einer anfänglichen Brieffreundschaft per elektronische Post entwickelt sich bald mehr und die beiden verlieben sich in einander…  

Den Musicalstar Thomas Borchert sah man in Bad Hersfeld 2015 in KISS ME KATE. Er bringt uns die Legende vom Meisterpianisten NOVECENTO (Stiftsruine/ Sonntag. 9. August/ 20 Uhr) mit viel Musik nah: Auf einem Ozeandampfer wird im Jahr 1900 ein ausgesetztes Baby gefunden, dem die Matrosen den Namen seines Geburtsjahres geben: Novecento. Er wird auf diesem Schiff zum sagenhaften Ozeanpianisten, der mit seinem genialen Klavierspiel zwischen Jazz, Ragtime und Folk weltberühmt wird. Doch sein schwimmendes Zuhause will er trotz seines Ruhms nicht verlassen, nicht einmal, als das Schiff gesprengt werden soll …

Im Hotel am Kurpark (Am Kurpark 19-21) legt der Schauspieler Thorsten Nindel (z.B. DER PROZESS in der Stiftsruine) NACHTSCHICHTEN ein und unternimmt mit echten und falschen Hotelangestellten und sichtbaren und unsichtbaren Gästen eine Wanderung durch das leere Hotel. Jack ist ein arbeitsloser Schauspieler und verdient sich als Nachtwächter im Hotel etwas dazu. Doch je mehr Nächte er dort verbringt, desto finsterer werden die Albträume, die ihn auf seinen Rundgängen heimsuchen. Oder hat er sich die Toten in der Küche gar nicht eingebildet? Die Theaterwanderungen durch das leere Hotel finden am Freitag, den 14. August und am Samstag, den 15. August jeweils um 21.00 und 23.00 Uhr statt.


KONZERTE

Gil Mehmert und Bettina Mönch werden gemeinsam auch ein Konzert geben. UNPLUGGED – MUSICALSONGS IN DER KRYPTA - AND THE WORLD GOES ROUND am 25. Juli um 23.59 Uhr in der Krypta der Stiftsruine. Bettina Mönch, eine der gefragtesten deutschsprachigen Musical-Darstellerinnen, singt Songs ihrer Theaterkarriere - musikalisch begleitet und moderiert von Gil Mehmert, Regisseur, studierter Gitarrist und ihr Ehemann. Also ein ganz besonderes Hauskonzert mit interessanten Einblicken hinter die Kulissen der Theaterwelt von zwei Künstlern, die in den letzten Jahren immer wieder das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele begeistert haben. 

Das SOMMERKONZERT mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der musikalischen Leitung von Christoph Wohlleben findet am Freitag, den 14. August um 20.00 Uhr, in der Stiftsruine statt. Es wird in diesen Zeiten ein Konzert unter ganz anderen Bedingungen. Aber die Musiker*innen des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele spielen für ihr Publikum und präsentieren Werke von Jazz bis Klassik, von Musical bis Filmmusik.

Ilja Richter singt am Samstag, den 15. August ab 21.00 Uhr, LIEBLINGSLIEDER - Von Disco bis Kabarett. Am Klavier begleitet ihn Harry Ermer. Ilja Richter spielte in Bad Hersfeld in der Stiftsruine zum ersten Mal 1998 in THE BLACK RIDER und zuletzt vor vier Jahren in MY FAIR LADY. Bekannt wurde er mit der ZDF-„disco“, in der er viele tolle Songs präsentierte. Aber was hörte und hört er privat? Das, was er an diesem Abend erstmals singen wird! Anhand seiner LIEBLINGSLIEDER erzählt er ganz persönliche Geschichten über Begegnungen mit Menschen und untermalt markante Eckpunkte seines Lebens musikalisch. Ein ironisch-melancholischer Blick zurück, aber immer ganz im Hier und Jetzt - typisch Ilja und diesmal doch ganz anders.

DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN von Igor Strawinsky und C. F. Ramuz ist eine Kooperation zwischen der Musik an der Stadtkirche und den Bad Hersfelder Festspielen und eine konzertante Lesung in der Stiftsruine. Am Samstag, den 08. August um 20.30 Uhr, treten Sabine Kraut, Violine, Shelly Ezra, Klarinette, Theo Plath, Fagott, Björn Diehl, Trompete, Simon Kunst, Posaune, Pierre Decker, Kontrabass und Philipp Strüber, Percussion unter der musikalischen Leitung von Sebastian Bethge auf. Regie führt Bettina Wilts.

Die äußeren Umstände des ersten Weltkriegs verlangten nach kleinen Besetzungen. So schufen Strawinsky und Ramuz ein lebendiges Märchenstück zwischen Volkserzählung und faustischen Sinnfragen mit einer quietschlebendigen und knallbunten Musik, die inspiriert durch Jahrmarktsmusik und Jazz vom Marsch über den Tango und Walzer bis zum Ragtime reicht.

In der Evangelischen Stadtkirche wird jeden Freitag um 19:30 Uhr ein Konzert des BAD HERSFELDER ORGELSOMMERS stattfinden. Am 17. Juli mit Christian Markus Raiser (Karlsruhe), am 24. Juli mit Lydia Schimmer (Dom zu Stuttgart), am 31. Juli mit Fabian Wöhrle (Ludwigsburg), am 07. August mit Dan Zerfaß (Dom zu Worms), am 14. August mit Anna Linß (Landau) und am 21. August mit Anastasia Boksgorn (Violine) und Sebastian Bethge (Orgel). Die Künstlerische Leitung hat Sebastian Bethge.

Am Sonntag, den 19. Juli, steht um 23:00 Uhr noch etwas Besonderes auf dem Programm: JOHN CAGE - LITANY FOR THE WHALE, meditative Musik zum Tagesausklang mit Hans Schumann und Sebastian Bethge (Gesang). LITANY FOR THE WHALE ist ein vom Walgesang inspirierter Wechselgesang für zwei Sänger. Die Nähe zum Gesang der Wale wird durch Verwendung knapper Melodiebausteine und die Lautzerlegung des Wortes Wal gesucht. Außerdem klingt die Musik der Gregorianik verwandt.

Der Arbeitskreis für Musik wird im Johann-Sebastian-Bach-Haus in der Nachtigallenstraße zahlreiche Konzerte anbieten. Am 17. Juli um 20:30 Uhr startet Jan Luley die Reihe mit Pianomusik, Geschichten und Anekdoten zu SOUTHERN NIGHTS - Die Entstehungszeit des Jazz. Konzert und Lesung aus Musiker-Biographien und fiktionaler Literatur rund um die Jazz-Metropole New Orleans.

Zum Beethovenjahr 2020 steht am 26. Juli um 18 Uhr KENNST DU DAS LAND, WO DIE CITRONEN BLÜHN,...? auf dem Programm. Beethovens Begegnungen mit Bettine und Goethe mit Sabine Wackernagel, Schauspielerin, Dörte Gassauer, Pianistin und Eva Be Yauno-Janssen, Sopranistin.

Am 1. August um 18 Uhr erleben die Gäste Wolfgang Möller am Klavier und Helgo Hahn liest aus DAS HEXENLIED, Max von Schillings Melodram nach der gleichnamigen geheimnisvoll-mystischen Ballade von Ernst von Wildenbruch, die im mittelalterlichen Hersfelder Kloster spielt.

Und noch einmal zum Beethoven-Jahr: DIE STILLE UM BEETHOVEN am 8. August um 18:00 Uhr von und mit Helgo Hahn, Rezitationen und Wolfgang Möller am Klavier. Ludwig van Beethoven beschreibt in seinem „Heiligenstädter Testament“ von 1802 seine Verzweiflung über die fortschreitende Ertaubung und den nahe geglaubten Tod. Der Verlust seines Gehörs hatte dramatische Auswirkungen auf seinen Kompositionsstil. Im Spiegel seiner letzten Sonate op. 111 und der „Waldsteinsonate“ op. 53 werden historische und medizinische Hintergründe hör- und erlebbar.

Der LIEDERABEND DER EPOCHEN ist auch mit „…Meine Töchter sollen dich warten schön…“ (ein Zitat aus dem „Erlkönig“) überschrieben. Vier Sänger der Musikhochschule der Stadt Halle unter der Leitung von Michael Stolle geben am 9. August um 18 Uhr einen gesanglichen Querschnitt durch das Liedgut der Klassik und Romantik und zeigen damit Verbindungen der Komponisten zu zeitgenössischen Poeten auf. Eine echte Besonderheit ist dabei die Vertonung von Goethes „Der Erlkönig“.

Am 15. August ab 16 Uhr steht SINGET NICHT IN TRAUERTÖNEN auf dem Programm. Im Liederkreis Op. 39 vertonte Robert Schumann zwölf Gedichte Joseph von Eichendorffs für Singstimme und Klavier. Die Hersfelder Opernpreisträgerin Kathleen Ziegner präsentiert in Begleitung von Alexander Stapanov (Klavier) daneben ausgewählte Lieder von Mozart bis Debussy.

Den Abschluss bildet die KLAVIERMATINÉE VON BACH BIS RACHMANINOV am 16. August um 11 Uhr. Der junge Petersburger Pianist und Preisträger Alexander Stepanov spannt einen Bogen vom Barock bis in die Neuzeit.

Auch das buchcafé Bad Hersfeld lädt zu Konzerten ein – aber an einen ganz ungewöhnlichen Ort: In das Parkhaus Altstadt. Am 8. August um 19:00 Uhr wird die MICHÉL VON WUSSOW & BAND dort auftreten. Michèl von Wussow erzählt Geschichten: mit rauer Stimme und energetischen Gitarrenakkorden, die direkt im Kopf bleiben. Am 15. August um 19 Uhr heißt es dann KICK LA LUNA. Kaum eine deutsche Band hat weltmusikalisch eine derartige Bandbreite. Mit ihrem Ethno-Crossover stecken die Musikerinnen von KICK LA LUNA einfach an. Sie präsentieren Musik, zu der man mit den Fingern schnippen und zu romantischen Klängen wegträumen kann.   

Musiziert wird auch open air! Der Hersfelder Musiker Jan Luley lädt jeweils sonntags ab 11 Uhr zum Jazz-Frühschoppen auf den Linggplatz mitten in der Stadt ein. Das INTERNATIONAL CAJUN TRIO (Cajun, franz. Folkblues, Blues u.a.),  HUEPA (Salsa, Chachacha, Bachata, Merengue, Bossa nova, Samba), das JAN LULEY TRIO & CLEO (Swing, Blues, New Orleans Music, Gospel), GOLD MINERS (Acoustic Rock, Dylan, Beatles, Simon & Garfunkel u.a.) und CHAT NOIR (Gypsy Swing aus Berlin mit Sopran) werden auftreten. 

Im Kurpark geht es dann an drei Nachmittagen weiter. Ab 16 Uhr werden Sommersonntagnachmittagsjazzkonzerte der Initiative Jazz & more angeboten. Am 19. Juli spielen Michael Müller, Piano, und Diego Jascalevitch, Charango, am 02. August treten Matthias Schubert, Saxophon und Jörg Fischer, Schlagzeug, auf und am 16. August betreten mit Wollie Kaiser und Dieter Manderscheid zwei Grandseigneurs des Deutschen Jazz die Bühne vor der Stadthalle.

Schon vor Eröffnung von EIN ANDERER SOMMER kann man ein besonderes Konzert erleben: Die Fensterkonzerte!  Am Samstag, den 11. Juli um 11.00 Uhr + 12.30 Uhr, singen Mitglieder des Chors der Modell- und Gesamtschule Obersberg unter der Leitung von Ulrich Meiß aus verschiedenen, sich gegenüberliegenden Fenstern rund um den Rathausplatz.

FÜR KINDER und die ganze Familie

 
Am Sonntag, den 26.7. zeigen ab 15 Uhr, das  Theater fensterzurstadt und das Figurentheater Neumond aus Hannover WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN frei nach dem gleichnamigen Buch von Maurice Sendak für alle ab 4 Jahre in der Stiftsruine. Es ist die Geschichte von Max, der mit einem Boot zur Insel der wilden Kerle segelt, sie mit nur einem Zaubertrick zähmt und so zu ihrem König wird. Leise und laute Töne erzählen von Mut und Wut, vom Unfug treiben und von der Kraft der Phantasie. Die kleinen und großen Zuschauer werden auf eine Reise mitgenommen, die wild ist, Spaß macht und ermutigt, unbeirrt auf das zu blicken, was Angst macht.

DIE NACHTIGALL ist Erzähltheater frei nach Hans Christian Andersen mit Kathleen Rappolt am Sonntag, den 02. August um 11.00 Uhr, im Stiftpark. Eine poetische Geschichte erzählt mit Scherenschnittbildern im Kamishibai, einem Wechselrahmen mit Flügeltüren, der oben geöffnet ist. Zwischen den Leisten bietet er so viel Platz, dass mehrere Bilder als Stapel hinein gestellt werden können. Die Bilder werden nacheinander heraus gezogen und die Geschichte wird dazu erzählt. Für alle ab 4 Jahren.

Das musikalische Märchen von Sergej Prokofjew PETER UND DER WOLF wird Christoph Wohlleben als musikalischer Leiter für alle ab 4 Jahren am Samstag, den 15. August um 11.00 Uhr, auf die Bühne der Stiftsruine bringen. Gunther Emmerlich wird als Erzähler dabei sein. Die Menschen und Tiere werden in diesem musikalischen Märchen durch Instrumente dargestellt.  

Eine KINDERFÜHRUNG rund um die Stiftsruine findet am Sonntag, den 16. August von 15.00 bis 16.00 Uhr,  für Kinder von 7-11 Jahren statt.

COMEDY

Zu CURRY & COMEDY lädt die Jugendherberge Bad Hersfeld in ihren Garten ein. Drei Komiker treten im schnellen Wechsel auf: Jeder auf seine Weise, neu und originell. Hier trifft die kampferprobte Abräumernummer auf experimentelle Performance, feinsinniger Humor auf Schenkelklopfer, Wortwitz auf Kalauer.  

LESUNGEN/ TALK

Die beliebten NACHTEULEN sind wieder da. Dominic Mäcke serviert um Mitternacht Haselnussschnaps zu einem etwas anderen Gespräch. Nach dem großen Erfolg des Mittenachts-Talks im letzten Sommer, dürfen die NACHTEULEN natürlich nicht fehlen. Allerdings treffen sie sich nicht im Museum, sondern - mit mehr Platz und Sicherheitsabstand für alle Besucher -  am 18. Juli und am 1. August in der Stiftsruine. Am 1. August wird Richy Müller zu Gast sein.

Am 26. Juli liest Joern Hinkel ab 18 Uhr im Romantik-Hotel Zum Stern im großen Salon aberwitzige, schweißtreibende Geschichten des Düsseldorfer Bürokaufmanns und Schriftstellers Hermann Harry Schmitz: DAS BUCH DER KATASTROPHEN. Seine grotesk-surrealen Alltagshysterien sind einmalig in der Literatur. Den Zuhörern wird vor Lachen das Kalt-Getränk im Halse steckenbleiben ...

GESCHICHTEN AUS DER GRUFT kann man am 31. Juli zur Geisterstunde bei Kerzenschein hören.  Bettina Wilts und Joern Hinkel präsentieren Texte von von E.T.A. Hoffmann, Edgar Allen Poe oder Eberhardt Alexander-Burgh. Mit Musik und Geräuschen von Matthias Trippner untermalt, sorgen sie in der Krypta der Stiftsruine für geist-volle Schauer.

Die Schauspielerin Bettina Hauenschild (z.B. SHAKESPEARE IN LOVE oder HEXENJAGD in der Stiftsruine) ist auch Heilpraktikerin und schreibt Bücher. DIE MAGISCHE HEILKÜCHE ist ihr Thema, das sie nicht nur in einer Lesung, sondern in einem Live Cooking am 1. August um 18 Uhr im Stiftspark vorstellt.

Am Freitag, den 14. August, wird Maximilian Wigger (z.B. SHAKESPEAE IN LOVE der Bad Hersfelder Festspiele) im buchcafé zu Gast sein. KITSCH ist seine Lesung mit Musik überschrieben. Von Florence Foster Jenkins bis Friederike Kempner, von Karl May bis Hedwig Courths – er lässt nichts aus, was kitschig berührt und auch zum Lachen reizt.

AUSSTELLUNGEN/ FÜHRUNGEN

Der Kunstverein Bad Hersfeld e.V. nimmt mit ca. 10 Mitgliedern teil. Die Künstler*innen bauen ihre Staffeleien im Park rund um die Stiftsruine auf, das vorbeilaufende Publikum kann beim Entstehen der Werke zusehen. Auch Installationen und bildhauerische Arbeiten sind vorgesehen. MALEN IM FREIEN findet am Freitag, den 24. Juli ab 15.00 Uhr, im Stiftspark (nur bei trockenem Wetter) statt. Die Mitglieder des Kunstvereins stellen zudem während des Sommers Werke in Schaufenstern der Stadt aus.

DIE UNGLAUBLICHEN BILDER DES ARNOLD ODERMATT werden ab dem 18. Juli in der Galerie im Stift gezeigt.  Ob im Dienst oder in Zivil, immer begleitete den Polizisten Arnold Odermatt seine Kamera. Mit den entstandenen Bildern ist der Schweizer mittlerweile international als Fotograf anerkannt und berühmt geworden. Zur Vernissage am Samstag, den 18. Juli um 17.00 Uhr wird der Regisseur Urs Odermatt nach Bad Hersfeld kommen, der bei den Vorbereitungen zu seinem Spielfilm KOMMISSAR ZUMBÜHL den Wert des fotografischen Werks seines Vaters entdeckt hat. Den Kinofilm wird Urs Odermatt im Bad Hersfelder Cineplex-Kino in einer Matinee am Sonntag, den 19. Juli um 11.00 Uhr zeigen.
Die Sir-Henry.Galerie in der Homberger Straße 53 liegt inmitten einer farbenprächtigen Blumen-Oase. Sie können den Besuch der Sommerausstellung mit Landschafts-Gemälden von Gabriele Schäfer mit einem herrlichen Gartenspaziergang verbinden und sich zwischen Schmetterlingen, duftenden Stauden- und Rosenrabatten und dem farbenprächtigen Obst- und Gemüsegarten von Lyrik-Lesungen verzaubern lassen. SOMMER, SONNE, SCHMETTERLINGE in der GALERIE IM GRÜNEN ist am 26.7., am 09.08. und am 16.08. jeweils von 15 – 18 Uhr geöffnet.

Am Samstag, den 1. August, gibt es eine besondere Führung mit musikalischer Begleitung mit Klezmer-Stücken zu Erinnerungsorten, den HERSFELDER STOLPERSTEINEN. Treffpunkt ist um 11 Uhr Badestube/ Ecke Breitenstrasse.
Wer Bad Hersfeld ganz neu kennen lernen möchte, kann an zahlreichen Führungen teilnehmen. Ob durch den Stiftsbezirk mit dem Staudengarten, rund um die Stiftsruine, zum Thema Lingg oder Mückenstürmer oder auf den Spuren Konrad Dudens – die Stadtführer haben viel zu erzählen. Die zahlreichen Termine finden Sie - wie alle anderen - im Programmheft und auf den Internetseiten der Stadt Bad Hersfeld und der Bad Hersfelder Festspiele. 

Und den Theaterfundus-Trödelverkauf am Sonntag, den 2. August von 15.00 bis 18.00 Uhr, (nur bei gutem Wetter) wollen wir auch unbedingt noch erwähnen. Requisiten, Kostüme und Bühnenbildeinzelteile aus den Theateraufführungen der vergangenen Jahrzehnte stehen zum Verkauf.

Hinweise für die Besucher

Wir bitten unsere Gäste, die geltenden Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln zu beachten und einzuhalten. Dem Einlasspersonal ist zur eigenen Sicherheit Folge zu leisten. Über mögliche Vorstellungsänderungen informieren Sie sich bitte kurzfristig über unsere Homepage. Bitte bringen Sie Ihren Mundschutz mit. Sie helfen uns, wenn Sie den Kontaktzettel von unserer Homepage www.bad-hersfelder-festspiele.de herunterladen und ausgefüllt mitbringen. 

Nicht alle Aufführungsorte sind barrierefrei. Bitte erfragen Sie Details beim Ticket-Service.

TICKETS UND INFORMATIONEN: 

Ticket-Service am Markt in Bad Hersfeld

Telefon 06621 640200 
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de 
www.bad-hersfelder-festspiele.de

Karten für die Veranstaltungen im buchcafé erhalten Sie

in der Hoehlschen Buchhandlung/ Filiale: Weinstraße

Telefon 06621 14773 

www.hoehlsche-buchhandlung.buchhandlung.de


Bild copyright: Landratsamt Hersfeld-Rotenburg/Pelle Faust Bild: Ein Kunstwerk für den Landrat: Emma, Lea und Katharina vom Kindergarten „Pfiffikus“ haben Landrat Dr. Michael Koch genau aufgemalt, wie das Außengelände der Kita umgestaltet werden soll. Bei der Übergabe des Förderbescheids anwesend waren auch Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda (rechts) und Kindergartenleiterin Nadine Köhler-Fey (links).

20.000 Euro-Förderung für attraktivere Pausen
Niedrigseilgarten und Spielhaus: Gemeinde Hohenroda erneuert Kita-Außenbereich


(PM) Bezogen auf die Umbaupläne im Außenbereich ihres Kindergartens „Pfiffikus“ haben Emma, Lea und Katharina schon genaue Vorstellungen. Gemeinsam haben sie und die anderen Kinder der Kita diese mit bunten Farben auf einem Bild dargestellt. Die abschließende Phase der Kita-Sanierung im Hohenrodaer Ortsteil Ausbach hat begonnen. In den kommenden Wochen wird das Außengelände erweitert und saniert.
Bürgermeister Andre Stenda sagt: „Passend zum pädagogischen Gesamtkonzept ist hier eine Menge verändert worden. Im Außenbereich wollen wir jetzt noch einen Niedrigseilgarten und ein neues Spielhaus für Kinder über drei Jahren bauen, nachdem bereits das Kita-Gebäude erneuert und der Spielplatz für Kinder unter drei Jahren gestaltet wurde.“ Der Niedrigseilgarten soll das Gleichgewichtsgefühl, die Beweglichkeit und körperliche Geschicklichkeit der Kinder fördern, erklärt Kindergartenleiterin Nadine Köhler-Fey.

Zwei Förderbescheide für Spielplätze

Für ihre Vorhaben rund um die Kita „Pfiffikus“ erhält die Gemeinde Hohenroda Fördermittel aus dem Programm der Dorferneuerung. Gleich zwei entsprechende Bescheide hat Landrat Dr. Michael Koch jetzt übergeben. Der Zuschuss für die Erweiterung des Kindergartengeländes beträgt rund 6000 Euro. Auch der direkt angrenzende öffentliche Spielplatz soll erneuert werden. Die Fördersumme hierfür beläuft sich auf knapp 14.000 Euro. Koch sagt: „Es ist wichtig, dass auch die kleineren Maßnahmen in unserem Landkreis gewürdigt und entsprechend gefördert werden. Schon mit vergleichsweise geringen Summen kann eine große Wirkung erzielt werden – gerade, wenn diese das altersgerechte Aufwachsen unseres Nachwuchses sichern.“

Um heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, die auch den Sicherheitsaspekt berücksichtigen, sollen neue Spielgeräte für den öffentlichen Spielplatz angeschafft werden. „Für junge Familien spielen solche Infrastruktureinrichtung zusammen mit dem Standort der Kita eine wichtige Rolle“, sagt Koch. Die Ausbacher Bürger hatten schon im Vorfeld angekündigt, die Erweiterung des Spielplatzes mit ehrenamtlicher Arbeit gemeinschaftlich zu unterstützen.



Bild copyright: Klinikum Bad Hersfeld/Hampe Rolf Weigel neuer kaufmännischer Geschäftsführer Übernahme der Amtsgeschäfte zum 01.07.2020

Rolf Weigel neuer kaufmännischer Geschäftsführer
Übernahme der Amtsgeschäfte zum 01.07.2020

(PM) Der Aufsichtsrat des Klinikum Bad Hersfeld hat mit Wirkung zum 01.07.2020 den Betriebswirt Rolf Weigel zum Geschäftsführer des Klinikum Bad Hersfeld und aller Tochtergesellschaften berufen. Seit Mitte März diesen Jahres ist er bereits zur Vorbereitung der Amtsübernahme als Mitglied der Geschäftsleitung tätig gewesen und hat sich mit den Strukturen des Gesundheitsunternehmens Klinikum Hersfeld-Rotenburg vertraut gemacht. Er wird seine Aufgaben als Sprecher der Geschäftsführung gemeinsam mit dem bereits im vergangenen Jahr bestellten medizinischen Geschäftsführer Dr. Tobias Hermann in Form einer „Doppelspitze“ wahrnehmen.
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Koch: „Es ist gut und wichtig, in diesen schwierigen Zeiten weiterhin einen erfahrenen Geschäftsführer an der Spitze unseres Klinikkonzerns zu wissen. Für sämtliche in der kommenden Zeit anstehenden Aufgaben und Herausforderungen, die auch mit dieser Position einhergehen, wünschen wir ihm viel Erfolg.“
Rolf Weigel ist in Gießen geboren und war über mehrere Stationen bei diversen Kostenträgern, Agaplesion-Kliniken (Heidelberg, Stuttgart, Ulm), dem St.Georg Klinikum Eisenach zuletzt Geschäftsführer der Thüringen Kliniken in Saalfeld. Weigel ist Vater dreier erwachsener Kinder, verheiratet und lebt in Eisenach.



Matthias Glotz wird neuer Fachbereichsleiter Stadtmarketing in der Kreisstadt

Matthias Glotz wird neuer Fachbereichsleiter Stadtmarketing in der Kreisstadt

(PM) Matthias Glotz wird ab 1. Juli 2020 der neue städtische Fachbereichsleiter für Stadtmarketing. Er wird zugleich Kurdirektor der Kreisstadt Bad Hersfeld.
Glotz wird damit neuer Ansprechpartner der Stadt für den Stadtmarketing-Verein sowie für die Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister in Bad Hersfeld. Auch die Aufgaben und das Personal von Kurbetrieb und Tourist-Information finden sich in seiner Organisationeinheit wieder.
Matthias Glotz (56) hat Politik- und Wirtschaftswissenschaften studiert und dann zunächst in der Automobilbranche im Vertrieb und Service gearbeitet. Danach hat er in verschiedenen Funktionen für die beiden führenden deutschen Fachverlage, leitend in der Redaktion, für die Onlineangebote und als Akademieleiter gearbeitet.
Seit 2005 war er im Stadtmarketing ( Bochum) und Tourismus (Aachen) verantwortlich tätig. Touristische Vermarktung, Citymanagement sowie die Durchführung von Großveranstaltungen stellten hierbei den wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkt dar.
Mit diesem Fachwissen im Bereich der konkreten Projektarbeit und dessen Marketing konnte Glotz beim Magistrat punkten.
Seine Motivation für den Wechsel nach Bad Hersfeld macht Matthias Glotz deutlich: „Ich freue mich trotz der derzeit komplexen, Corona-bedingten Situation auf die neue Aufgabe und versuche eigentlich immer, den Blick in die Zukunft zu richten.
Da sehe ich Bad Hersfeld wegen seiner Lage und Besonderheiten durchaus in einer guten Position, zum Beispiel in Bezug auf den überörtlichen Charakter und sein Einzugsgebiet. Da ich enge familiäre Bindung nach Nordhessen habe, kenne ich den Erholungswert unserer Region gut. Hier gibt es ebenfalls Themen mit Wachstumsmöglichkeiten. Daran mit- und weiterzuarbeiten sehe als besondere Herausforderung an, auf die ich mich sehr freue.“

Als "umfassend ausgebildeten Manager mit viel Führungserfahrung" bezeichnet Bürgermeister Thomas Fehling den neuen Mitarbeiter im Rathaus: „Herr Glotz hat uns konzeptionell und mit intensiver Vorbereitung auf Bad Hersfeld überzeugt. Mit seinem sehr konkreten und langjährigen Erfahrungsschatz im Stadtmarketing wird er uns bei zukünftigen Projekten sehr weiterhelfen. Wir sind froh, dass wir Matthias Glotz für Bad Hersfeld gewinnen konnten.“



Smartphone-Basiskurs ab 10. Juli

(PM) Am Freitag, 10.07.2020, startet im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle (Dippelstraße 2) ein Smartphone Basiskurs. Der Kurs findet zweimal am 10. und am 17. Juli jeweils von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr statt.
Mit dem eigenen Smartphone oder Tablet wird der sichere Umgang und die Bedienung vermittelt und geübt. Die Teilnehmer/Innen erfahren, welch sinnvolle Einstellungen sie vornehmen können, wie sie WhatsApp und das Gerät als Navi nutzen können und wie sich das Gerät durch Apps erweitern lässt. Sicherheit und Schutz der Privatsphäre werden ebenso thematisiert.
Dies das ist ein Angebot des Fachbereichs Generationen.

Anmeldung und nähere Informationen bitter unter Telefon 06621 409 66 15.


Bild copyright: Landratsamt Hersfeld-Rotenburg Bild: Die Fahnen hochhalten für Działdowo: (von links) Kreistagsvorsitzender Horst Hannich, Partnerschaftsbeauftrage Christine Trinks und Landrat Dr. Michael Koch haben das Jubiläums-Geschenk in dieser Woche auf die Reise in den polnischen Partnerlandkreis geschickt.

Partnerlandkreis feiert 100-jähriges Bestehen innerhalb Polens
Glückwünsche aus der Ferne: „Feiern in Gedanken mit unseren Freunden in Działdowo“


(PM) Am vergangenen Wochenende sollte ausgelassen gefeiert werden: Der diesjährige Besuch des polnischen Partnerlandkreises Działdowo im Nordosten des Landes war anlässlich dessen 100-jährigen Bestehens innerhalb Polens vorgesehen. Die Reise einer Delegation aus Hersfeld-Rotenburg war bereits genau vorbereitet, bevor die Corona-Pandemie sämtliche Pläne zunichtemachte.
„Weil der Besuch unserer Partnerregion Corona-bedingt ausfallen musste, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Wertschätzung, verbunden mit herzlichen Glückwünschen zum Jubiläum anderweitig überbringen können“, sagt Landrat Dr. Michael Koch. In der Kreisverwaltung, knapp 950 Kilometer von Działdowo entfernt, hatte man eine kreative Idee: Per Post wurde ein eigens angefertigtes, personalisiertes Geschenk auf die Reise nach Polen geschickt. Auf einer stilisierten Grafik sind die Sehenswürdigkeiten des Landkreises Hersfeld-Rotenburg dargestellt, verbunden mit Glückwünschen zum 100-jährigen Bestehen des Landkreises Działdowo in Polen.
Dort wird in diesen Tagen trotzdem gefeiert – allerdings mit Hygieneauflagen und nur im kleinen Kreis. Landrat Dr. Koch und Kreistagsvorsitzender Horst Hannich betonen: „Wir sind in Gedanken bei unseren polnischen Freunden und wünschen trotz der momentan herrschenden Ausnahmesituation ein Fest, das allen in guter Erinnerung bleibt.“
Christine Trinks, die in der Kreisverwaltung die Partnerschafts-Austausche plant, ist sich sicher: „Wir werden den geplanten Austausch in jedem Fall nachholen. Womöglich kann die Reise bereits in diesem Herbst stattfinden. Hierzu stehen wir in engem Austausch mit Działdowo.“ Die Kreisverwaltung in Polen hatte angekündigt, das Fest noch vor dem Winter nachholen zu wollen.


Bild copyright: Bad Hersfeld aktuell/Festspile 2019 - Waren die Intendanzen Wedel/Hinkel das letzte Aufbäumen der Bad Hersfelder Festspiele, bevor sie nun in der provinziellen Bedeutungslosigkeit verschwinden?“

Fehling fürchtet große Probleme für Festspiel-Finanzierung der nächsten Jahre - Waren die Intendanzen Wedel/Hinkel das letzte Aufbäumen der Bad Hersfelder Festspiele, bevor sie nun in der provinziellen Bedeutungslosigkeit verschwinden?“

(PM) Auf Initiative von Bürgermeister Thomas Fehling hat der Magistrat der Stadt in seiner gestrigen Sitzung das Thema „Ausgründung der Bad Hersfelder Festspiele in eine gemeinnützige GmbH (gGmbh)“ auf die politische Reise geschickt. Der städtische Aussschuss für Bildung und Kultur, der Haupt- und Finanzausschuss sowie die Stadtverordnetenversammlung werden sich nun in den nächsten Tagen erneut damit befassen. Fehling erläutert seine Beweggründe:

„Seit ich Mandatsträger in Bad Hersfeld bin (2006) erlebe ich die Situation, dass im Sommer der Spielplan des Folgejahres bekanntgegeben und erst Monate später der dazugehörige Haushalt beschlossen wird. Die Verantwortlichen (insbesondere der Intendant) lehnen sich jedes Jahr „sehr weit aus dem Fenster“ und müssen darauf hoffen, dass ihnen das erforderliche Budget dann später genehmigt wird. Diese Konstellation (Umsetzung vor Wirtschaftsplan) habe ich in meinen 25 Jahren Tätigkeit in der Privatwirtschaft nirgends sonst wahrgenommen.

Dass dieses Konstrukt bisher überhaupt funktionierte, lag daran, dass alle drei Intendanten, die ich als Bürgermeister bisher begleitete (Freytag, Dr. Wedel und Hinkel), bereits weit im Voraus Planungen vollzogen und dabei mündliche Verabredungen mit zahlreichen Beteiligten trafen. Sie haben dabei ihren guten Namen und ihr Ehrenwort eingesetzt, um Künstler, Autoren, Techniker u.a. rechtzeitig für ein Engagement bei den Bad Hersfelder Festspielen zu gewinnen. Schriftliche Verträge sind dann regelmäßig erst deutlich später erstellt worden. Bisher wurde dieses Vorgehen immer dadurch „geheilt“, indem die Stadtverordnetenversammlung die Mittel nachträglich genehmigte.

Dieses Jahr ist erstmals eine neue Situation entstanden, indem die Fraktion NBL/Die Grünen den Beschluss für die „faire Vertragsauflösungen“ (insbesondere die mündlichen Vereinbarungen) bei der Kommunalaufsicht zur Prüfung auf Rechtmäßigkeit vorlegte.

Somit steht nun verschärft die Frage im Raum, ob bzw. welchen verpflichtenden Charakter mündlichen Zusagen des Intendanten haben. Muss die Stadt dafür aufkommen? Falls ja, haben Intendant und Festspielverwaltung hier eine persönliche Haftung, so dass die Stadt den Intendanten möglicherweise sogar in Regress nehmen muss? Die abschließende Antwort auf diese Frage wird möglicherweise irgendwann ein Gericht treffen müssen.

In den Fraktionen besteht offenbar Konsens, dass für die nächste Saison zunächst das Festspielbudget 2021 zwischen Stadtverordnetenversammlung und Intendant geklärt sein muss. Hier ist Intendant richtigerweise aufgefordert, der Politik verschiedene Kalkulationen mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Spielplan vorzulegen.

Es stellt sich aber die entscheidende Frage, wann die Stadtverordnetenversammlung das Budget für die Festspiele rechtswirksam festlegt, so dass der Intendant und die Verwaltung verbindliche Verträge abschließen können?

Der Intendant hat mir gegenüber klar formuliert (und ich teile seine Haltung), dass er keinen Spielplan kommuniziert, solange er das Budget nicht verbindlich kennt. Solange wird er auch keine (mündlichen) Verabredungen mit Künstlern treffen. Am wahrscheinlichsten ergibt sich aus meiner Sicht folgendes Szenario:

Das Festspielbudget wird im Rahmen der Haushaltsberatungen vielleicht im Dezember 2020 beschlossen. Im März 2021 ist zudem noch Kommunalwahl. Es besteht ein Risiko, ob die Stadtverordnetenversammlung rechtzeitig einen Haushalt beschließt.
Sind die Mittel damit aber tatsächlich disponibel oder muss möglicherweise bis zur Haushaltsgenehmigung (also vielleicht erst im März 2021) gewartet werden?
Somit ist davon auszugehen, dass in diesem Sommer kein Spielplan 2021 vorgestellt wird.

Selbst wenn wir mal davon ausgehen, dass das Budget tatsächlich im Dezember beschlossen wird und dann der Spielplan festgelegt werden kann: Erst dann kann der Intendant verbindliche Gespräche mit Künstlern führen, die sich erfahrungsgemäß einige Wochen hinziehen, bis alle Rollen besetzt sind.

Im Dezember stehen die guten und bekannten Schauspieler für den Sommer 2021 schon längst andernorts unter Vertrag. Der Intendant kann dann auf der „Resterampe“ sein Ensemble einsammeln.

Große Namen dürften somit für die 70. Jubiläumssaison nicht zu erwarten sein, was die Zugkraft für den Kartenverkauf nicht erhöht. Der könnte ohnehin erst nach Bekanntgabe des Spielplans Ende Dezember starten. Damit ist das wichtige Weihnachtsgeschäft gelaufen.

Die Monate bis Dezember können nicht aktiv genutzt werden, da der Spielplan nicht besteht. Somit schrumpft die tatsächliche Vorbereitungszeit auf wenige Monate zusammen, was zwangsweise Auswirkungen auf die Qualität der Stücke hat.

Fazit: Nach diesem Szenario, welches ich für das wahrscheinlichste halte, sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche 70. Jubiläumssaison 2021 ausgesprochen schlecht. Es droht ein Debakel.

Ob sich die Festspiele unter diesen Rahmenbedingungen von einem Ausfalljahr und anschließend einem schwachen Jubiläumsjahr wieder erholen und zur wiedergewonnenen Stärke der letzten vier bis fünf Jahre zurückkehren, bezweifle ich sehr.

Nun könnte ich mich zurücklehnen und sagen, genau davor warne ich seit Jahren. Hätten wir im September 2018 mal rechtzeitig die Ausgründung vorgenommen. Aber ich will mir nicht vorwerfen lassen, dass ich nicht wirklich alles probiert habe, um die Festspiele in ihrem Format mit überregionaler Bedeutung zu retten.

Ich sehe keinen anderen Ausweg als die gGmbH, um aus diesem ganzen Dilemma herauszukommen. Die Rechtsform-Änderung allein wird die - aufgrund der Corona-Pandemie - völlig unklare finanzielle Zukunft der Stadt nicht auflösen. Aber
die Entscheidungshoheit über die Festspiele bleibt soweit wie möglich bei der Stadt, wenn die bisher freiwilligen Leistungen zu vertraglichen Verpflichtungen der Stadt gegenüber einer gGmbH werden.
Über der Arbeitsfähigkeit der Festspiele schwebt derzeit, bei dem Festspielbudget als freiwilliger Leistung, nach dem eigentlichen Haushaltsbeschluss immer noch das „Damoklesschwert“, dass eine notwendige Haushaltsgenehmigung durch die Kommunalaufsicht nicht erteilt wird.
Bei einer Festspiel-gGmbH bestünde mit einem Vertragsabschluss durch die Stadt für den Intendanten sofort Planungssicherheit, welche Finanzmittel ihm zur Verfügung stehen und welcher Spielplan damit umgesetzt werden kann. Eine solche Festspiel-gGmbH könnte durchaus schnell bis zum Herbst gegründet werden.
Wenn dann zukünftig ein solcher Vertrag idealerweise über mehrere Spielzeiten abgeschlossen würde, könnten günstigere Konditionen und längerfristige Abschlüsse mit Schauspielern, Technik-Anbietern und Dienstleistern umgesetzt werden. Frühe Planungssicherheit über mehrere Spielzeiten ist kostensparender als jährliche Neuverhandlungen „auf die letzte Minute“.
Jetzt in der Corona-Krise brauchen wir ein deutliches und mutiges Bekenntnis zu den Festspielen. Deshalb müssen nun zukunftsorientierte Entscheidungen getroffen werden, um die Festspiele nicht noch weiter der Krise zu opfern.
Ich empfehle schnellstens die Ausgründung in die gGmbH und die vertragliche Bereitstellung der bisherigen 1,4 Mio. Euro für die Festspielsaison 2021.

Wenn wir diesen Weg jetzt nicht einschlagen, dann hört das jährliche Spiel mit dem Feuer nie auf und wird irgendwann unsere Förderer, Sponsoren und die Verantwortlichen vollends zermürben.
Welchen tatsächlichen Wert die Festspiele für die Stadt haben, werden wir alle dieses Jahr hautnah erleben.
Waren die Intendanzen Wedel/Hinkel das letzte Aufbäumen der Bad Hersfelder Festspiele, bevor sie nun in der provinziellen Bedeutungslosigkeit verschwinden?“


Bild copyright: Landkreis Hersfeld-Rotenburg Bild: Vor Ort inspizierten Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger (von links), Landrat Dr. Michael Koch, der Reiloser Wehrführer Stefan Fuchs, Ludwigsaus SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Sandrock, Ludwigsaus WGL-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Weber, Ludwigsaus Bürgermeister Wilfried Hagemann und stellvertretender Gemeindebrandinspektor Sebastian Lehn das neue Löschgruppenfahrzeug.

„Katastrophenschutz lebt vom Ehrenamt“
Verstärkung für den Katastrophenschutz: Reiloser Feuerwehr erhält neues Fahrzeug  


(PM) Die Freiwillige Feuerwehr Ludwigsau-Reilos kann ein neues „Mitglied“ willkommen heißen: Das neue Löschgruppenfahrzeug (LF-KatS) verstärkt ab sofort die Ludwigsauer Feuerwehr und damit auch den Katastrophenschutz im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Landrat Dr. Michael Koch nahm das neue Fahrzeug zusammen mit Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger, Ludwigsaus Bürgermeister Wilfried Hagemann sowie Gemeindevertretern und Kameraden der Feuerwehr kürzlich in Augenschein.

Das neue Löschgruppenfahrzeug wurde durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanziert und dem Dekontaminationszug der Gemeinde Ludwigsau, einem der 20 Katastrophenschutzzüge in Hersfeld-Rotenburg, zugewiesen. Landrat Dr. Michael Koch sagt: „Ohne die vielen freiwilligen Wehren, das DRK und alle anderen Institutionen und Helfer würde unser Katastrophenschutz nicht funktionieren.“ Der Landrat dankt damit gleichzeitig allen Ehrenamtlichen, die sich im Katastrophenschutz engagieren. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer seien im Kreis für die Arbeit im Katastrophenschutz ausgebildet und „beteiligen sich an Ausbildungsveranstaltungen und Übungen“. „Ohne diese Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit wäre unsere Einsatzfähigkeit bedroht“, so Koch.

Ludwigsauer Feuerwehr gut aufgestellt

Zukünftig verstärkt das neue Fahrzeug die Löschgruppe II, die von den Wehren Friedlos und Reilos gebildet wird. „Damit ist die Ludwigsauer Feuerwehr im Landkreis sehr gut aufgestellt“, so Koch. Mit Allrandantrieb und einem Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 1000 Liter hat das Fahrzeug alles, was das Herz eines Feuerwehrkameraden begehrt. Dennoch sei es kein Spielzeug, sondern „notwendig und wichtig“, so der Landrat. Weiterhin betont er, dass die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren übergreifend denken sollten, damit der Zusammenhalt aller Feuerwehren im Kreis gestärkt werde.




Foto: Lieferservice für ältere Menschen.jpg Bildunterschrift: Annika Dietrich (l.) zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Leckeria GbR

Rollender Mittagstisch löst Begeisterung aus

(PM) Seit rund drei Monaten werden die Senioren und Seniorinnen von dem Team von Leckeria GbR mit schmackhaften, regionalen und frischem Mittagessen sowie Lebensmittelbelieferung zu Hause versorgt.

Die Geschäftsführerinnen Antje Schäfer und Kathrin Lindemann sind darauf bedacht, dass sich die älteren Herrschaften so richtig wohl und betreut fühlen, das Mittagessen durch die Mitarbeiter freundlich, zuverlässig und heiß geliefert wird sowie die Geschmacksknospen eine spannende Explosion erfahren.

Antje Schäfer sagt folgendes über ihre Einstellung zum Kochen und dem Genuss aus: „Das zubereitete Essen ist in keiner Weise Schonkost! Da ich in einer Metzger-Familie aufgewachsen bin, bevorzuge ich die „deftigere Version“ auch für meine Kundschaft. Der Geschmack ist verschieden und daher kann man sich aus zwei Menüs ein Mittagessen auswählen.“

Die Senioren und Seniorinnen wissen den intensiven Geschmack jedenfalls sehr zu schätzen und die Kochkünste des Teams von Leckeria GbR zu genießen. Eine Seniorin erzählt: „Ich hatte ursprünglich vor nicht alles aufzuessen, da ich zum Nachmittags-kaffee etwas Süßes naschen wollte. Es hat allerdings so wunderbar geschmeckt, dass ich es nicht lassen konnte und dann habe ich doch das komplette Mittagessen verspeist.“ Eine andere Seniorin teilt mit: „Die Portionen sind auf jeden Fall ausreichend und manchmal genügt es sogar für 2 Tage.“

Das Mittagessen wird täglich von Montag – Freitag geliefert. Bei Bedarf ist es auch möglich nur an zwei oder drei Tagen zu bestellen. Die Kosten für das Mittagessen incl. Dessert betragen 5,50 €. Bestellte Lebensmittel, wie z.B. Quark, Eier, Aufschnitt, Fleisch etc. werden entweder an einem Mittwoch oder Samstag ausgeliefert. Am Freitag erfolgt immer die wöchentliche Abrechnung bzw. Überweisung ist auch möglich.

Annika Dietrich, die die Idee vom Ehrenamtlichen Philip Adam aufgegriffen hatte und binnen ein paar Tagen mit Antje Schäfer und ihrem Team umgesetzt hat, spricht sich positiv für das neuartige Angebot aus: „Ich bin sehr zufrieden und freue mich über die gute Zusammenarbeit. Außerdem erlebe ich durch die positiven Rückmeldungen etwas Gutes zu tun und den älteren Bürger/innen der Stadt Bad Hersfeld das Gefühl der Daseinsvorsorge zu geben.“

Diejenigen, die sich von dem Mittagessen gerne persönlich überzeugen und bestellen möchten, können sich gerne an die städtische Mitarbeiterin aus dem Fachbereich Generationen, Annika Dietrich unter der Telefonnummer: 06621 – 4 09 66 16 wenden.



Bild copyright: Stadt Bad Hersfeld Bild: Umzug innerhalb des Gebäudes „Am Markt 1“ - der Fachbereich Stadtmarketing zieht ein Stockwerk nach unten

Der Fachbereich Stadtmarketing zieht um -  MitarbeiterInnen am 03. und 04. Juni nur eingeschränkt erreichbar

(PM) Der städtische Fachbereich Stadtmarketing der Kreisstadt Bad Hersfeld zieht am Mittwoch, 03. und Donnerstag 04.06.2020 um und ist zukünftig im 2. Stock im Verwaltungsgebäude Am Markt 1 (Stadtbibliothek) zu finden. In dieser Zeit ist der Fachbereich nur eingeschränkt erreichbar.

Die Tourist-Information ist während des Umzugs weiterhin regulär geöffnet.

Ab Freitag, 05.06.2020 sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder zu den normalen Sprechzeiten telefonisch und per E-Mail erreichbar.


Bild: Kreisverkehrsplatz Bild: (v.l.n.r.): Enge Zusammenarbeit und trotzdem viel Abstand: Stefan Morhardt (Hessen Mobil), Thomas Fehling (Bürgermeister Bad Hersfeld) und Harald Preßmann (Bürgermeister Hauneck) eröffnen den Kreisverkehr in der Blauen Liede inmitten aller Projektpartner

Interkommunale Zusammenarbeit: Kreisverkehr an der Kreuzung Hünfelder Straße/Blaue Liede fertiggestellt

(PM) Jetzt ist er fertig, nur die Markierungsarbeiten müssen am 8. Juni noch gemacht werden: Genau auf der Gemarkungsgrenze der Gemeinde Hauneck und der Kreisstadt Bad Hersfeld ist im Kreuzungsbereich Hünfelder Straße/Blaue Liede jetzt ein Kreisverkehrsplatz offiziell für den Verkehr freigegeben worden. worden. Die Baumaßnahmen präsentierten jetzt die Bürgermeister Harald Preßmann (Hauneck) und Thomas Fehling (Bad Hersfeld).

Durch die neue B27-Ortsumgehung in Hauneck ist die Baulast für die alte Bundesstraße B 27 an die Kreisstadt Bad Hersfeld und die Gemeinde Hauneck übergegangen.

Die Umgestaltung des Kreuzungsbereiches Hünfelder Straße/Blaue Liede wurde im Zeitraum von August 2019 bis Mai 2020 als Gemeinschaftsmaßnahme der Gemeinde Hauneck, der Kreisstadt Bad Hersfeld, des Landesbetriebes Hessen Mobil und des Abwasserbetriebes Bad Hersfeld erstellt. Bauausführendes Unternehmen war die Firma Bickhardt Bau AG aus Kirchheim; planerisch wurde das Projekt von Büro Rother und Partner begleitet.

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde im Kreuzungsbereich ein Kreisverkehr eingerichtet. Dadurch wurde auch die Wendemöglichkeit der Busverkehre sichergestellt.

Die baulich abgängige Bushaltestelle wurde von der Kreisstadt verlegt und auf der gegenüberliegenden Seite neu hergestellt. Die Buswartehalle wird im Laufe des Junis aufgebaut.

Durch Hessen Mobil sind Teilbereiche der vorhandenen Fahrbahn zwischen dem neuen Kreisverkehrsplatz und der Zufahrt zur Blauen Liede erneuert worden. Zugleich wurden die Geh- und Radwege nach Unterhaun neugestaltet.

Die örtlichen Nebenanlagen (Rad- und Gehwege) sind von der Kreisstadt Bad Hersfeld ebenfalls an die neuen Erfordernisse angepasst.

Die Gemeinde Hauneck stellt eine zusätzliche Straßenanbindung vom neu geplanten Kreisverkehrsplatz für ihr Gewerbegebiet in der Blaue Liede her.

Der Abwasserbetrieb Bad Hersfeld hat im Straßenabschnitt auf Höhe der „Sinti-Siedlung“ bis zur Zufahrt zur Blauen Liede auf einer Länge von ca. 110 Metern den Mischwasserkanal erneuert. Der Regenwasserkanal ist auf einer Länge von ca. 40 Metern erneuert, ein altes Regenüberlaufbauwerk wurde zurückgebaut.

Die Investitionssumme betrug inklusive aller Nebenarbeiten insgesamt rund 1,22 Mio. Euro.




Ein großes Danke zum Tag der Pflege - von Normalbetrieb zum Ausnahmezustand, und wieder zurück?

Ein großes Danke zum Tag der Pflege - von Normalbetrieb zum Ausnahmezustand, und wieder zurück?

(PM) Alljährlich findet der Tag der Pflege statt. In diesem Jahr haben wir vermutlich stärker als seit vielen Jahren auf die Mitarbeiter*innen im Gesundheitssektor geblickt, welche seit Beginn des Jahres und dem Ausbruch der Corona Pandemie Zusatzschichten leisten und besondere Trainings auf den Isolationsstationen absolvieren.

Dass die Corona Pandemie Deutschland im Vergleich zu europäischen Nachbarn weniger stark getroffen zu haben scheint und uns Bilder wie die aus italienischen Krankenhäusern erspart geblieben sind, dafür können wir dankbar sein. Ein frühes Eingreifen der Bundesregierung und entsprechende Maßnahmen in den Kliniken haben bereits im März dafür gesorgt, dass das deutsche Gesundheitssystem bisher nicht an seine Grenzen gestoßen ist. Stationen wurden entsprechend umfunktioniert und als Isolationsstationen für mögliche Covid19-Patienten vorgehalten - in Bad Hersfeld waren dies 35 Betten. "Mit dem Beginn unserer Arbeit konnte niemand abschätzen, in welchem Umfang wir Patienten betreuen werden", berichtete Jeanette Steinhauer, leitende Pflegekraft der neu eingerichteten Station. "Meine Mitarbeiter*innen mussten in kürzester Zeit und dennoch mit großer Sorgfalt in die neue Situation eingewiesen werden. Dafür konnten wir nicht auf Erfahrungswerte bauen, da es eine solche Situation bisher noch nicht gab." Wie durch die Regierung geplant, war das Team von Frau Steinhauer zu jedem Zeitpunkt darauf vorbereitet, eine größere Menge an Covid Patienten aufzunehmen und zu behandeln. "Die umfangreichen Hygienemaßnahmen sind sowohl personal- als auch zeitaufwendig. Wir mussten Prozesse immer wieder neu überdenken und verbessern. So eine Aufgabe schafft man nur mit einem motivierten und offenen Team, das sich Herausforderungen stellt." Wie die Situation sich weiter entwickeln wird, darüber könne auch laut Steinhauer nur gemutmaßt werden: "Wir sind vorbereitet."

Ein großes Danke zum Tag der Pflege - von Normalbetrieb zum Ausnahmezustand, und wieder zurück?

„Wir haben großen Respekt vor den herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind sehr dankbar für das Engagement und die Professionalität", so auch Dr. Tobias Hermann und Martin Ködding. „Möge die derzeitige gesellschaftliche Anerkennung weit über die Zeiten der Pandemie hinaus reichen, die Beschäftigten in den Kliniken haben das verdient, nicht nur im Pandemiefall.“



Warum jetzt gerade ein neues T-Shirt für den Sommer?
Verkaufsoffener Sonntag nicht gerade berauschend.


Der verkaufsoffene Sonntag in Bad Hersfeld hat schon bessere Zeiten erlebt. Man könnte glauben, dass die Kauflaune nicht so richtig in Fahrt kommt. Zwar war der vergangene Freitag und Samstag laut Aussage von Einzelhändlern gut und es war auch viel los im Städtchen, aber der vom Stadtmarketing-Verein organisierte verkaufsoffene Sonntag ließ die Umsätze nicht zusätzlich in die Höhe schnellen.


In der Fußgängerzone Bad Hersfeld, und das sah man mit bloßem Auge, war nicht allzu viel los. Im Außenbereich der Gastronomie und Cafés waren nur vereinzelte Gäste zu sehen, dank der Corona-Krise.
Durch die strikten Vorgaben von seitens des Landes waren auch die Läden leider nur schwach frequentiert. Auch die zahlreichen Rabattaktionen der Einzelhändler ließen zu wünschen übrig. Die lange Schließung der Geschäfte während des „Lockdown“ und die dadurch liegen gebliebene Ware setzt der Handel unter Druck.
„Die Kunden kaufen zaghaft“, sagte uns eine Verkäuferin eines Modegeschäftes. Viele so hat man den Eindruck sind aus Neugierigkeit gekommen, um zu sehen, was in Bad Hersfeld los ist. Manche blieben wahrscheinlich auch zu Hause, bedingt durch das kühle und keineswegs sommerliche Wetter.
Die Menschen würden auch in nächster Zeit "sehr bedarfsorientiert" einkaufen, stellt die GfK  - Gesellschaft für Konsumforschung - in einer aktuellen Umfrage fest. Die Angst um den Arbeitsplatz und die finanzielle Unsicherheit, bringt die Kunden nicht in zusätzliche Kauflaune, auch nicht an einem verkaufsoffenen Sonntag.
Auch der Orgelspieler in der Weinstraße kam gegen die derzeit herrschende Stimmung mit seiner Orgelmusik nicht an, und so gingen wahrscheinlich viele wieder mit einer leeren Tasche nach Hause. 










Bilder copyright: Bad Hersfeld aktuell
Warum jetzt gerade ein neues T-Shirt für den Sommer?
Verkaufsoffener Sonntag, 24. Mai 2020 nicht gerade berauschend.




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