Neues aus Bad Hersfeld * kulturell * interessant * wissenswert*

IKUZ - Interkulturelles Zentrum in Bad Hersfeld

 

Eine multikulturell orientierte Gesellschaft als Lebensform ist heute für alle sozialen Gruppen eine Herausforderung.

Auch in Bad Hersfeld leben Menschen aus unterschiedlichen Nationen, die den Alltag bereichern. Gefordert sind dabei Flexibilität, die Bereitschaft, sich auf Fremdes einzulassen und auch die Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen. Dies erfordert aber auch einen hohen Grad an Integration, um überhaupt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

 

Hier geht's zur Internetseite des IKUZ - http://www.ikuz-hersfeld.de/

 

 

Bad Hersfeld, 15. Dezember 2015

Live aus dem IkuZ Bad Hersfeld - HR4 sendete zwei Stunden

Moderator Carsten Gohlke (HR) im Gespräch mit Michael Langhorst, dem 1. Vorsitzenden des IkuZ. Rechts daneben  die Vorstandsmitglieder Natalja Weber (Ukraine) und Marie-Louise Harms (Schweden)

Am vergangenen Sonntag brach das IkuZ mehrere Rekorde: Erstmalig wurde live mit der Sendereihe „Mein Verein in HR4“ für zwei Stunden aus der Burggasse in Bad Hersfeld gesendet, ungeübte Gäste waren nach kurzer Anleitung in der Lage das indonesische Angklung-Instrument zu spielen und alle Fensterbänke waren im Begegnungsraum besetzt – so viele Besucher waren während einer zweistündigen Veranstaltung noch nie im IkuZ.


Als im Oktober die ersten Gespräche mit Vertretern des HR über die geplante Radiosendung im IkuZ geführt wurden, waren die
Vorstandsvertreter ob der gegebenen Möglichkeiten begeistert, das Interkulturelle Zentrum über das Medium Rundfunk
hessenweit bekannt zu machen. Als aber der Sendeverlauf mitgeteilt wurde, überkam den Beteiligten ein etwas mulmiges Gefühl.
Waren die Mitglieder in der Lage eine unbekannte 48-Stunden-Aufgabe zu lösen, würden sie auch beim Musikquiz bestehen und
konnte die Spontanaufgabe „ausgedacht – hergebracht“ gelöst werden?
Mit Spannung und gewisser Nervosität fieberten alle Beteiligten dem Sendetermin am Sonntag, 13. Dezember, entgegen. Schon
lange vor dem genannten Sendetermin erschienen die Akteure des HR in den Räumen der Burggasse, bereiteten die Technik
vor und dekorierten. Rechtzeitig vor Beginn um 15 Uhr erschienen die ersten Besucher – darunter viele Migranten von
Schweden bis Somalia, der Ukraine bis Indonesien. Zu diesem Zeitpunkt war die 48-Stunden-Aufgabe fast perfekt gelöst: Eine
Außenwand des Begegnungsraums war durch einen Wasserschaden stark in Mitleidenschaft gezogen. Wie im IkuZ üblich fassten
Neubürger mit an, strichen und tapezierten neu, sodass ein sehr schönes Wandbild kreiert wurde.
Zum Musikquiz trauten sich zwei Mitglieder und waren in der Lage, doch einige Titel aus den Liederschnipseln zu erraten. Die
von den Moderatoren spontan ausgedachte Aufgabe war schon komplizierter zu bewältigen: Mindestens fünf Gäste, die niemals
ein deutsches Weihnachtslied auf einem indonesischen Angklung-Instrument gespielt hatten (Angklung=Bambusinstrument, das
nur eine Note wiedergeben kann) sollten ein solches in kürzester Zeit einüben und live vorspielen. Innerhalb nur einer Stunde
sollte die Aufgabe gelöst werden. Iris Plass-Geißler stellte sich als Kundige zur Verfügung, um die Kandidaten auszuwählen und
einzuweisen. Nicht perfekt aber eindeutig erkennbar, dass es sich um ein bekanntes Weihnachtslied handelte, wurde auch diese
Aufgabe zur Zufriedenheit und mit viel Applaus bedacht gelöst.
Innerhalb dieser Übungszeit wurden Vorstandsmitglieder zu den vielfältigen Aufgaben und den anzupackenden Problemen
interviewt. Über das diesjährige Flüchtlingsproblem wurde genauso informiert wie über die vielen Aktionen, die das IkuZ
bewältigen könnte, wenn sich genügend freiwillige Helfer finden würden. „Uns fehlt eindeutig Man- oder Womanpower“, äußerte
der 1. Vorsitzende, Michael Langhorst.
Alle Beteiligten bedankten sich gegenseitig für die gelungene Veranstaltung. Möge der Wunsch nach aktiver Unterstützung der
Arbeit im IkuZ nicht erfolglos verhallen, sodass weitere Projekte in Angriff genommen werden können.


Bad Hersfeld, 07. Dezember 2015

Die Angklung-Gruppe des IkuZ bei ihrem Auftritt

Seit 14 Jahren existiert Ikuz, davon 10 Jahre in der Burggasse in Bad Hersfeld.

Im November 2001 wurde das Interkulturelle Zentrum in Bad Hersfeld gegründet und entwickelte sich zu einer bedeutenden Institution. Nachdem die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in der Weber- bzw. Rittergasse zu klein wurden, mietete der
 
Vorstand die ehemalige Burgschänke in der Burggasse an, die auch anlässlich dieses besonderen Jubiläums am vergangenen
Samstag die Besucher kaum zu fassen vermochte. Mehr als 80 Gäste aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten
wurden vom Pressesprecher des IkuZ, Peter Claus, durch ein abwechslungsreiches Programm von instrumentaler Musik, Tanz
und Gesang geführt. Auch hier zeigte sich die Vielfalt der im IkuZ anzutreffenden Nationen: Indonesische Angklung-Instrumente,
deutscher und russischer Gesang und ein balinesischer Tanz ließen die Gäste lautstark applaudieren.

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz bei ihrem Grußwort im IKUZ

In ihren Grußworten waren sich die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und der Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke einig: Das IkuZ tritt den Migranten auf Augenhöhe gegenüber und leistet mit seiner vielfältigen Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Integration.
Die vielen aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen benötigen einen Anlaufpunkt, wo ihre Sorgen ernst genommen

werden und
sie Hilfe erhalten können. Besonders die jetzt aus Syrien geflohenen oft traumatisierten Menschen benötigen besondere
Ansprache. Gerne finden sie sich im IkuZ ein, wo die ersten sprachlichen Hürden mit Hilfe von Dolmetschern überwunden
werden. Das zeigte sich auch am vergangenen Samstag, als viele das Geburtstagsfest besuchten.
In die Zukunft schauend wünschten sich Gäste und offizielle Vertreter, dass das IkuZ noch viele Jahre diese vielfältige Arbeit
übernehmen kann.


                               
 

Bad Hersfeld, 26. April 2016

Foto:               Die Afghanin Shirin Zarif übersetzte Grimms Märchen in ihre Muttersprache Farsi und präsentierte „Der alte Großvater und der Enkel“. Heike Braun las das gleiche Märchen auf Deutsch.

IkuZ in Bad Hersfeld im literarischen Fieber - Eine tolle Veranstaltung zum Welttag des Buches

Mehr noch als ansonsten üblich schwirrten die unterschiedlichsten Sprachen durch den Begegnungsraum des Interkulturellen Zentrums in Bad Hersfeld. Eingeladen wurde zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April. Doch der nicht nur nach spanischer Tradition gefeierte Sant-Jordi-Tag, an dem die Frauen eine Rose und die Männer ein Buch geschenkt bekommen, zog die Besucher ins IkuZ. Auch ein umfangreicher Bücherflohmarkt, selbst gebackener Kuchen und eine Vielzahl von vorzutragenden Texten motivierten dazu.

Die Höhepunkte boten aber die Vorleser aus vielen Regionen unserer Welt. Sie reichten von Italien bis Afghanistan, von der Türkei bis China. Die Besucher wurden auch von Schülern mehrere Schulen der Region mit Texten in unterschiedlichen Sprachen begeistert. Dabei spielte die Variation zu Herrn von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland, die auf einen ihrer Lehrer der Geistalschule gemünzt war, eine herausragende Rolle.

Besonders begrüßte die Moderatorin der Veranstaltung, Heike Braun, die Vorleser eigener Texte. Dazu gehörten Frank Witzel aus Stärklos, der aus seinem Buch „Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie“ rezitierte, Peter Claus, Vorstandsmitglied des IkuZ, der aus seinem noch unveröffentlichten Buch „Im Westen viel Neues“ einige Passagen las, die die vielfältigen Veränderungen seiner im letzten Weltkrieg aufgewachsenen Eltern darstellten, sowie Karin Dammer mit einem eigenen Gedicht und Nicola Corrado, der aus seinem Fachtext über das ebenfalls in Italien bekannte Burn-Out-Syndrom der Lehrer einige Passagen vortrug.

Als gegen 18 Uhr die letzten Besucher das IkuZ verließen, äußerten viele Gäste, die das Zentrum zum ersten Mal besucht hatten, den Wunsch, wegen der herrschenden warmen Atmosphäre und des internationalen Flairs gerne wiederzukommen.



Bad Hersfeld, 16. April 2015

IkuZ in Bad Hersfeld präsentiert „Tag des Buches“

Unter Beteiligung der Schreibwerkstatt und des Literaturkreises der Dippelmühle, der Hoehlschen Buchhandlung und einiger Schulen feiert das Interkulturelle Zentrum in der Burggasse in Bad Hersfeld den Welttag des Buches.

Am Donnerstag, 23. April, präsentieren ab 15 Uhr verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Ländern eigene oder fremde Buchauszüge zum Teil auch in ihrer Muttersprache. Erwartet wird auch der einheimische Autor Dr. Frank Witzel. Zusätzlich kann in ungezwungener Atmosphäre bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen in den Büchern des ebenfalls organisierten Bücherflohmarkts gestöbert werden. Der Erlös des Buchverkaufs kommt der Arbeit des IkuZ zugute.


Bad Hersfeld, 14. März 2015

Der Sprung über das Feuer - Neujahrsbegrüßung der Iraner -

Neujahrsbegrüßung der Iraner im IKUZ und an den Nordschulteichen in Bad Hersfeld

Traditionell feiern die Iraner den letzten Tag vor ihrem neuen Jahr. Sie gedenken dabei den verstorbenen Verwandten, sammeln Holz, entzünden Feuer und vertreiben damit die Dämonen der Dunkelheit und Kälte. Dieses Fest veranstaltet das Interkulturelle Zentrum am kommenden Dienstag, 17. März, um 17 Uhr in der Burggasse 6 in Bad Hersfeld. Der Sprung über das Feuer findet in der Nähe der Nordschulteiche statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Arbeit des IkuZ und einen kleinen Obolus für das abschließende iranische Essen wird gebeten.



Bad Hersfeld, 18. Januar 2015

Neujahrsbegrüßung in den Räumen des IkuZ

IkuZ Bad Hersfeld

Zusammenleben voneinander lernen. Seit 13 Jahren existiert IkuZ (Interkulturelles Zentrum) in Bad Hersfeld.

Das IkuZ versteht sich als Chance für neue Entwicklungen im Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Bad Hersfeld.

Dabei ist die Integration ein Auftrag an die Gesellschaft und bedeutet voneinander zu lernen und füreinander auch Verantwortung zu tragen.

Dass es dabei auch darum geht, die verschiedensten Kulturen zu verbinden, um Barrieren abzubauen ist wohl eine Selbstverständlichkeit.

Dies kommt aber bei einigen unserer Bürger nicht so richtig an, doch nur so kann man Menschen bei ihrem Bemühen um Integration in unsere Gesellschaft unterstützen.

Michael Langhorst machte zu Beginn der Veranstaltung im IkuZ Bad Hersfeld einen kurzen Jahresrückblick, und machte so darauf aufmerksam was für interessante Programme in der Zwischenzeit hier angeboten werden. Auch er ist davon überzeugt, „dass wir weiter lernen müssen auf einander zuzugehen um uns gegenseitig zu verstehen“, so Michael Langhorst weiter.

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen lässt sich bekanntlich gut plaudern, und auch dabei wird immer wieder festgestellt wie differenziert die Ansichten sind und wie notwendig es ist, dass man miteinander spricht.

Iris Plass-Geißler erwähnte bei ihrer Begrüßung im IkuZ, „dass es sehr wichtig ist, die Andersartigkeit zu erkennen und auch diese zu schätzen“: „In den vergangenen 13 Jahren ist es für mich eine große Freude, dass uns so viel gelungen ist“, sagte sie zum Abschluss.

Natascha Weber als 2. Vorsitzende des IkuZ macht sich wiederum Sorgen über die Spendenbereitschaft, „die monatlichen Mieten und Nebenkosten sind schließlich ein fester Bestandteil der Ausgaben“, und hofft auf eine weitere Unterstützung.

Elke Künholz Vizelandrätin Hersfeld-Rotenburg

„Wir sind eine Willkommenskultur und die Region Hersfeld Rotenburg muss sich zunehmend auf mehr Migranten einstellen was auch zu mehr Sorgen führt“, dies erwähnte Antonia Rösner. 

Sie ist kompetente Ansprechpartnerin im Landratsamt Hersfeld-Rotenburg. Antonia Rösner ist im Rahmen des Landesprogramms „WIR – Wegweisende Integrationsansätze Realisieren“ zuständig.

Das derzeit nicht vorhanden sein von Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerbern, darüber macht sich die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz immer mehr Gedanken. „Es kommen täglich mehr Asylbewerber in die Region, und wir kommen nicht nach mit der Unterbringung und einer damit verbundenen kurzfristigen schnellen Hilfe“, so Elke Künholz weiter.

Es war wieder mal voll im IkuZ von Bad Hersfeld und es gab auch sicherlich sehr viele interessante Gespräche untereinander natürlich auch mit Musik in der großen IkuZ Familie.

 

 

 

Bad Hersfeld, 31. August 2014

Tänze aus aller Welt

Ein interkultureller „Mitmachabend“

 

Nach der Sommerpause präsentiert das IkuZ in Bad Hersfeld, Burggasse 6, einen besonderen Interkulturellen Abend. Am Freitag, 05. September um 19.30 Uhr, führen Mitglieder und Freunde Tänze aus vielen Regionen der Erde vor. Dabei sollen die Gäste auch zum Mitmachen angeregt werden. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Arbeit des IkuZ wird gebeten.

 

Interkulturelles Zentrum Bad Hersfeld e.V.

Peter Claus

Tel.: +49(0)6621-72794

http://www.ikuz-hersfeld.de